Beschichtungen & Bau / Lösungsfamilie

Rheologieadditive & Verdicker

Thixotropiermittel und Verdicker, die Ablaufen, Verlauf und Absetzen in Beschichtungen steuern — pyrogene Kieselsäure, oberflächenbehandelte Kieselsäure, amorphe Kieselsäure, Organoclays und Hectorit.

Überblick

Rheologiemodifizierer steuern das Fließverhalten einer Beschichtung: Sie halten die Viskosität in Ruhe hoch, damit der Lack nicht abläuft und kein Pigment absetzt, und lassen ihn unter der Scherung beim Streichen oder Spritzen dünnflüssiger werden. Pyrogene Kieselsäure (CAS 112945-52-5) ist das Standard-Thixotropiermittel für lösemittelhaltige Systeme und bildet bei niedrigen Einsatzmengen, oft wenigen Prozent, ein scherreversibles Partikelnetzwerk. Wählen Sie ein Rheologieadditiv nach dem Problem, das Sie zuerst lösen müssen. Ablaufen, Verlauf und Absetzschutz reagieren selten auf dasselbe Additiv, definieren Sie daher das Ziel, bevor Sie eine Chemie auswählen.

Fumed silica earns its place, but the trade-off is dispersion. It delivers strong thixotropy and anti-sag at low loading, yet it over-thickens easily and, if under-dispersed, can seed the film with visible specks. Hydrophobic modified fumed silica (CAS 68909-20-6) is the surface-treated grade for non-polar and moisture-sensitive systems. Start low, disperse under high shear, and adjust the loading upward rather than trying to rescue an over-thickened batch after the fact.

Amorphous silica (CAS 7631-86-9) does double duty as a matting agent and mild rheology modifier where a flat finish is wanted. Organoclays such as quaternary-ammonium bentonite (CAS 68953-58-2) and hectorite (CAS 12173-47-6) are clay-based thixotropes for solventborne and high-build coatings. HEUR and HASE associative thickeners cover most waterborne systems but are proprietary polymer blends without a single CAS, sourced to spec. Match the thickener chemistry to the carrier: clay and fumed silica for solventborne, associative polymers for waterborne.

Wo es eingesetzt wird
  • Kontrolle von Ablaufneigung und Absetzen in lösemittelhaltigen und dickschichtigen Beschichtungen
  • Thixotropie für spritz-, tauch- und walzapplizierte Industrielacke
  • Matte und glanzarme Oberflächen über feine amorphe Kieselsäure
  • Absetzschutz in pigmentierten Primern und Schutzbeschichtungen
  • Viskositäts- und Fließkontrolle in Klebstoffen, Dichtstoffen und Druckfarben
Häufig gestellte Fragen
Welche Rheologieadditive liefert RawSource für Beschichtungen?
RawSource beschafft pyrogene Kieselsäure und hydrophob modifizierte pyrogene Kieselsäure als thixotrope Verdicker, amorphe Kieselsäure als Mattierungsmittel und Rheologieadditiv sowie Organoclays (Bentonit und Hectorit mit quaternärem Ammonium) als tonbasierte Thixotropiermittel. Assoziative HEUR- und HASE-Verdicker für wasserbasierte Systeme werden nach Spezifikation beschafft. Jedes wird in Großmengen mit CAS angeboten, sofern eine solche vorliegt.
Wie steuert pyrogene Kieselsäure Ablaufneigung und Absetzen?
Pyrogene Kieselsäure bildet über Wasserstoffbrücken zwischen den Partikeln ein scherreversibles Netzwerk und erhöht die Viskosität bei niedriger Scherung, sodass eine Beschichtung an senkrechten Flächen nicht abläuft und Pigment im Ruhezustand nicht absetzt. Unter der Scherung von Streichen oder Spritzen bricht das Netzwerk zusammen und die Viskosität fällt, danach baut es sich wieder auf. Der Effekt tritt bei niedrigen Einsatzmengen auf, typischerweise wenigen Prozent.
Was ist der Unterschied zwischen hydrophiler und hydrophober pyrogener Kieselsäure?
Hydrophile (unbehandelte) pyrogene Kieselsäure verdickt polare und wasserbasierte Systeme, während hydrophobe (oberflächenbehandelte) pyrogene Kieselsäure wie CAS 68909-20-6 für unpolare und feuchtigkeitsempfindliche Systeme gemacht ist, in denen unbehandelte Kieselsäure schlechter wirken oder Wasser aufnehmen würde. Die richtige Wahl hängt vom Trägermedium und der Feuchtigkeitsempfindlichkeit des Systems ab.
Welcher Verdicker passt zu wasserbasierten gegenüber lösemittelbasierten Beschichtungen?
Lösemittelbasierte und dickschichtige Beschichtungen verwenden für Thixotropie und Ablaufsicherheit typischerweise pyrogene Kieselsäure oder Organotone wie bentonite und hectorite. Wasserbasierte Beschichtungen setzen häufiger assoziative HEUR- und HASE-Verdicker ein, die herstellerspezifische Polymermischungen ohne einheitliche CAS-Nummer sind. Die Abstimmung der Verdickerchemie auf das Trägersystem ist die erste Formulierungsentscheidung.
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